Berichte aus der Jugend

Besuch der amerikanischen Jugend in Köln Sonntag, 04.04.2010

Köln. Am vergangenen Montag, den 25.05.2009, waren die meisten Teilnehmer des EJT froh, wenn sie etwas Zeit gefunden haben, um sich von dem eindrucksvollen Wochenende erholen zu können. Doch etwa zehn Jugendliche aus Köln haben der Müdigkeit zum Trotz des ohnehin schon tollen Wochenendes um einen weiteren, zwar anstrengenden, aber unvergesslichen Tag erweitert.


Es hieß „die etwa 60 Jugendlichen, die anlässlich des EJT nach Europa gekommen waren, den Montag lang zu betreuen und ihnen unser wunderschönes Köln etwas näher zu bringen“.

Um etwa halb 11 morgens haben wir die Jugendlichen am Kölner HBF aufgesammelt und sie zu ihrem Hotel im Zentrum der Stadt gebracht.
Nachdem alle ihre Gepäckstücke im Hotel abgestellt hatten gingen wir gemeinsam zum Dom. In Gesprächen erfuhr ich, dass sie bereits von einer speziellen Kirche in Köln gehört hatten, aber ein derart großes und eindrucksvollen Gebäude hätten sie sich niemals vorgestellt.
Etwa 40 Minuten lang wurde der Dom von innen und außen besichtigt, als es dann zu Fuß weiter über die Hohenzollernbrücke zum LVR-Turm ging. Bei (noch) schönstem Wetter konnten wir alle einen tollen Ausblick über die Stadt genießen und etliche Bilder geschossen werden.
Da die Amerikaner in Düsseldorf kein Frühstück bekommen haben und daher, wenn überhaupt, nur etwas bei McDonalds gefrühstückt haben, drängten alle danach endlich etwas zu essen.
Dieser Bitte sind wir (auch im eigenen Interesse) gerne nachgekommen und sind gegen etwa 3 Uhr im Sion eingekehrt.
Dort kam es zu interessanten Gesprächen: Angefangen von Erlebnissen beim EJT, bis hin zu verschieden Essgewohnheiten der Nationen oder warum in Köln die Kellner generell unfreundlich sind, wurde sich über vielerlei Dinge ausgetauscht.
Auch wenn sie vom Verhalten der Kellner oder den hohen Getränkepreisen weniger angetan waren, waren sie doch größtenteils vom kölschen Essen und den passenden Getränken (!) begeistert.

Um etwa 5 Uhr waren alle gesättigt und hatten genug Energie gesammelt, um noch den Rest der Innenstadt zu erkunden. Da ein Teil der deutschen Gruppe sich verabschieden musste, sammelten sich alle vor dem alten Rathaus und bedankten sich ganz herzlich bei uns und sangen „The Lord is my Light“. Auch wenn uns das Lied sehr wohl bekannt war, haben wir uns sehr gefreut und auch die umstehenden Passanten haben mit applaudiert.

Daraufhin haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt, um so verschiedene Dinge unternehmen zu können. Die meisten wollten Souvenirs oder Kleidung kaufen, andere sind lieber (trotz des Gewitters) auf den Dom gestiegen, um noch mehr von der Stadt zu sehen.
Als dann am Abend das Wetter wieder besser wurde, setze sich ein Großteil der Gruppe an die Rheinpromenade und ließ den Tag mit einem Kölsch ausklingen.
Um halb 12 mussten dann die Amerikaner wieder in ihrem Hotel sein, was auch für uns bedeutete Abschied zu nehmen.

Es waren zwar nur etwa 13 Stunden, die wir gemeinsam verbracht haben, doch hatten wir uns gegenseitig bereits in unsere Herzen geschlossen. So fiel uns der Abschied entsprechend schwer.
Doch wir sind froh bei ihnen einen positiven Eindruck von Köln hinterlassen zu haben.
Sodass Cologne für sie in Zukunft mehr als nur Parfum ist. (Amer. umg.: Cologne = Parfum)
 

Kai Adam