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Ruhesetzung und Profanisierung in WorringenDonnerstag, 15.07.2010
Am Mittwoch, 14. Juli 2010, diente Apostel Otten in Köln-Worringen. In diesem Gottesdienst trat der langjährige Vorsteher der Gemeinde Köln-Worringen, Priester Heinz-Otto Frech, altershalber in den Ruhestand und die Worringer Kirche wurde profanisiert.
Apostel Otten predigte nach dem Bibelwort aus1. Mose 22, 18: „und durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.“
Einleitend trug der Apostel einige Eckpunkte aus der Gemeindechronik vor und erinnerte daran, welcher Segen in den 86 Jahren des Bestehens der Gemeinde geflossen sei. Gleichwohl hab e es in dieser langen Zeit auch ein „Auf und Ab“ gegeben, in der auch als Gemeinde ein Weg durchs Tränental geführt habe. Aber immer hat der Herr mit seinem Segen die Gemeinde begleitet. Die im Liedvortrag des Chores enthaltene Bitte „dass ich bleiben möge im Hause des Herrn“ sei dem großen Gott angenehm gewesen und er habe dieses Wollen gesegnet. Abimelech hat einmal zu Isaak gesagt: „Du bist ja doch der Gesegnete des HERRN! (1. Mose 26, 29). Im Rückschauen dürfen wir dankbar bekennen, auch wenn sich unser Leben und die Gemeinde nicht immer so entwickelt hat, wie wir uns das vorgestellt haben: Wir sind ja doch die Gesegneten des Herrn!
Nach dem kurzer Rückblick richtete der Apostel den Blick der Gemeinde nach vorne, auf das, was sie in der neuen Gemeinde erwarten würde. Der Segen des Herrn wird auch da offenbar werden, so der Apostel, und riet den Geschwistern mit Freude und Begeisterung auf die neue und nun viel größere Gemeinde zu schauen. Auch da wird wieder Segen von Gott kommen.
Der Schlüssel zum göttlichen Segen ist auf die Stimme des Herrn zu hören und ihm zu gehorchen. In der Heiligen Schrift wird oft berichtet, das Gott Menschen gerufen hat und sie antworteten: Herr, hier bin ich! Mit einer solchen Einstellung können auch wir das Wohlgefallen Gottes auf uns ziehen und seinen Segen erlangen.
Nach der Abendmahlsfeier rief der Apostel den Vorsteher der Gemeinde Köln-Worringen, Priester Heinz-Otto Frech, an den Altar und versetzte ihn nach 46jähriger Amtstätigkeit in den Ruhestand. Er würdigte seine stets in großer Demut durchgeführte Arbeit und fasste sie in dem Satz zusammen: Du lebst Demut! Otto Frechen fühlte sich stets als Werkzeug in der Hand des Meisters und wollte nie selbst der Meister sein.
Während des Gottesdienstes war ein Unwetter über den Kölner Norden hinweg gezogen. Als die Segensstunde beendet war, riss der Himmel auf und es zeigte sich ein prächtiger Regenbogen am Himmel. Apostel Otten griff dieses Bild auf und verglich es mit dem Weg der Worringer Geschwister aus ihrer bisherigen Gemeinde in die neue Gemeinde Köln-Nord. Und Gott will mit diesem Bundeszeichen bestätigen, dass sein Segen auch in der neuen Gemeinde mit den Geschwistern sein wird.
Alfred Krempf, Köln
